S-Bahn Stuttgart
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Mit dem Tross ins Schloss!

Mit Freunden, Familie und S-Bahn die winterlichen Schlösser der Region Stuttgart erobern.

Gold statt Grau. Wenn es draußen nebelt, nieselt, stürmt und schneit, sind die prächtigen Lüster, glänzenden Parketts und reichen Stuckdecken unserer Schlösser umso schöner. Wir haben hier Schlösser versammelt, die auch in den Wintermonaten geöffnet haben und allerhand bieten: Führungen, Ausstellungen, Konzerte oder Aktionen für Kinder. Und alle Schlösser sind natürlich wunderbar mit Bus und Bahn zu erreichen. 


RESIDENZSCHLOSS URACH

Die Brüder Ulrich V. und Ludwig I. teilten die Grafschaft Württemberg. Urach wurde plötzlich Residenzstadt, das Schloss zum Residenzschloss ausgebaut.

Mit Bus und Bahn zum Residenzschloss Bad Urach

Auf einmal zwei Hauptstädte: Urach und Stuttgart.
40 Jahre blieb das Land geteilt, mit zwei Hauptstädten. 1474 feierten Graf Eberhard V. im Bart und Barbara Gonzaga im Residenzschloss eine dermaßen fulminante mehrtägige Hochzeit, dass noch Jahre später darüber gesprochen wurde. Der ehrgeizige Graf zog alle Register für seine reiche Braut aus Italien. 1482 vereinigte Graf Eberhard V. die beiden Landesteile wieder und zog nach Stuttgart. Die Zeit als Residenz endete für Urach.

Zum Residenzschloss in Bad Urach gelangt man einfach mit Bus und Bahn.

Landesherr vs. Wildsau 
Das Schloss wurde jetzt als Jagdschloss genutzt. Eine riesiges Wildschwein machte zu Beginn des 16. Jahrhunderts die Gegend um Urach unsicher. Es zerwühlte Felder und zerstörte die Ernte. Da ein Bauer einem so edlen Tier nicht auf den Pelz rücken durften, musste der Landesherr ran. Herzog Ulrich erlegte die riesige Wildsau und lies darob eine hölzerne Nachbildung der Sau in den Goldenen Saal stellen, damit niemand seine Heldentat vergisst. Ein versteckter Federmechanismus ließ die hölzerne Wildsau wie von Zauberhand auf den Betrachter hin schneller. Damit auch jeder den Schrecken nachfühlen konnte.

Zum Residenzschloss in Bad Urach gelangt man einfach mit Bus und Bahn.

Dienstwagenprivileg annodazumal: Die Prunkschlitten 

In Urach findet man die weltweit größte Sammlung historischer Prunkschlitten. 22 Prunkschlitten mit antiken Göttinnen, Fabelwesen und wilden Tieren. Auch wenn sie nicht so aussehen, aber man konnte mit ihnen auch Schlitten fahren. Wie ein Bühnenspektakel wurden die Ausfahrten mit dem Fürsten an der Spitze des Schlittenzuges inszeniert. Gerne zu nachtschlafener Zeit und weithin mit Fackeln, Pauken und Trompeten angekündigt, damit die einfachen Leute sahen, wo der Hammer hängt. Bildhauer, Kunstschreiner, Wagner und Vergolder gaben alles. 1730 standen in der Garage von Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg 25 Prunkschlitten. Herzog Carl Eugen wollte noch mehr Auswahl, er lies weitere zehn Schlitten bauen.


Regelmäßige Führungen auch in den Wintermonaten: 
www.schloss-urach.de


Anreise mit Öffentlichen Verkehrsmitteln:
Von Stuttgart Hbf in 1 h 7 min mit 1x umsteigen zu erreichen. Inklusive 3 min Fußweg vom Bahnhof Bad Urach: FreizeitOhneAuto.de


...und wenn man schon mal da ist: 

Die AlbThermen
Das warme Mineral-Thermalwasser aus 770 Meter Tiefe speist 6 verschiedene Becken. Dazu mehrere Außenbecken, acht verschiedene Sauna- und Schwitzattraktionen. FreizeitOhneAuto.de
 

Die Entdeckerwelt Bad Urach
Bei der interaktiven Ausstellung mit Außentouren durch die Stadt werden Kinder Teil einer spannenden Geschichte und lösen verschiedene Rätsel. FreizeitOhneAuto.de


3 Stunden-Wanderung auf dem Wasserfallsteig Bad Urach
Der Wasserfallsteig wurde vom Wandermagazin zu Deutschlands schönstem Wanderweg 2016 gewählt. 


SCHLOSS SOLITUDE

Als der Neubau des Seeschlosses Monrepos in Ludwigsburg ins Stocken geriet, machte Carl Eugen einfach eine neue Baustelle auf. Im herzoglichen Jagdrevier, auf den waldreichen Höhen westlich von Stuttgart, sollte zuerst ein einfacher Jagdsitz, ein netter kleiner Rückzugsort, entstehen. „Solitude“ sollte es daher heißen, also „Einsamkeit“. Am Ende wurde es dann doch eine Nummer prächtiger. 

Zum Schloss Solitude in Stuttgart gelangt man einfach mit Bus und Bahn.

Nach oben buckeln, nach unten gucken. Die enge Treppe zur Aussichtsplattform.
Die Aussichtsplattform auf der Kuppel erreicht man nur über eine versteckte Wendeltreppe. Durch diesen dunklen, engen und staubig Gang mussten sich auch hohen Herrschaften ducken, wenn sie die tolle Aussicht oben sehen wollten.

Zum Schloss Solitude in Stuttgart gelangt man einfach mit Bus und Bahn.

Der absolute Nullpunkt: Die Solitudeallee
Kaum jemand bemerkt diese unscheinbare Bronzetafel. Sie markiert den Beginn der Solitudeallee, die 1820 als Nullpunkt für die Landesvermessung des Königreichs Württemberg bestimmt wurde. Dort steht: „Württembergische Landesvermessung/ 1820/ Anfangspunkt der Grundlinie/ Solitude – Ludwigsburg/ Länge: 40 118,718 Pariser Fuss/ = 13 032,14 Meter“.


Führungen finden auch in den Wintermonaten statt, hier die Termine: 
www.schloss-solitude.de/besuchsinformation


Anreise mit Bus und Bahn:

Zum Beispiel vom S-Bahnhof Stuttgart Feuersee mit dem Bus 92 bis direkt vors Schloss: FreizeitOhneAuto.de


...und wenn man schon mal da ist: 


2,5 Stunden Rund-Wanderung von der Solitude zum Bärenschlössle und zurück:


KLOSTER UND SCHLOSS BEBENHAUSEN

Trachteten dort im Mittelalter die Mönche nach dem Seelenheil, ging es später den Königen mehr um das Fell der Wildsauen – sie bauten Kloster Bebenhausen zum Jagdschloss aus. Nach dem Ende der Monarchie lebte hier Wilhelm II, der letzte König mit seiner Königin.

Zum Kloster und Schloss Bebenhausen gelangt man einfach mit Bus und Bahn.

Zum Jagen musste man den König nicht tragen
Die mittelalterliche Klosteranlage liegt im idyllischen Schönbuch. Die Wälder des Schönbuchs waren eines der Lieblings-Jagdgebiet der Herren des Klosters. Friedrich I., der erste König von Württemberg, hielt in Bebenhausen prunkvolle Hofjagden ab.

Zum Kloster und Schloss Bebenhausen gelangt man einfach mit Bus und Bahn.

Zum Frühstück Rehrücken mit Dunstobst
Die Schlossküche von Bebenhausen ist seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts fast unverändert erhalten. Hier wurde der fürstliche Schmaus für königliche Festessen vorbereitet. Im Spätherbst zur Brunftzeit der Hirsche begann, gab es zwei Wochen lang Gesellschaften mit feinen Leuten. Die Küche lief schon zum Frühstück auf Hochtouren: Morgens, vor dem Aufbruch zur Jagd, gab es mehrere Gänge mit Fleisch. Am 29. November 1906 etwa gab es geräucherten Lachs und Kartoffeln, Hühner mit Reis und gelben Rüben, Rehrücken mit Salat und Dunstobst, aufgezogenen Eierkuchen, Käse, Früchte und einen Nachtisch. Abends krönten festliche Abendessen jeden Jagdtag.

Zum Kloster und Schloss Bebenhausen gelangt man einfach mit Bus und Bahn.

Hier wurde die heutige Verfassung verfasst 
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Bebenhausen tagte hier einige die Landesversammlung von Württemberg-Hohenzollern. Eine Verfassung für das Land musste her. Bis 1952 trat im Winterrefektorium der Landtag von Württemberg-Hohenzollern zusammen. Die Sitzungen gingen immer recht lange und deshalb übernachteten viele Abgeordneten in den Mönchszellen.

Zum Kloster und Schloss Bebenhausen gelangt man einfach mit Bus und Bahn.

Schlossführungen auch in den Wintermonaten. Termine auf der Website:
www.kloster-bebenhausen.de


Anreise mit Bus und Bahn:
Das Kloster Bebenhausen ist z.B. von Stuttgart Hbf in 1:20 Std mit 1x umsteigen zu erreichen. Zum Beispiel von von Stuttgart mit der S-Bahn bis zum Bahnhof Leinfelden, von dort mit dem Bus 826 bis zur Haltestelle Bebenhausen, Waldhorn. Von da sind es nur ein paar Schritte Fußweg zum Schloss und Kloster.
www3.vvs.de


...und wenn man schon mal da ist: 

3 h Wanderung durch den Schönbuch 
Rund um das Kloster mit vielen Bächen, kleinen Seen und einem Wildschweingehege.


 

RESIDENZSCHLOSS LUDWIGSBURG

Die Markgrafen von Baden-Baden und Baden-Durlach hatten eins bekommen (in Rastatt und Karlsruhe), deshalb wollte auch der Herzog von Württemberg eins: so ein schickes Residenzschloss á la Versailles.

Zum Residenzschloss Ludwigsburg gelangt man einfach mit Bus und Bahn.

Mal Hauptstadt, mal nicht
1718 zog der Herzog in sein neues schickes Schloss. Ludwigsburg wurde Residenz und damit Hauptstadt des Landes. Seine Nachfolger kehrten zurück in die alte Residenzstadt Stuttgart. Herzog Carl Eugen zog 1765 wieder nach Ludwigsburg , über seine pompösen Feste und Feuerwerke, Ballett- und Opernaufführungen redete halb Europa.

Zum Residenzschloss Ludwigsburg gelangt man einfach mit Bus und Bahn.

Feinste Ware: Modemuseum, Keramikmuseum, Barockgalerie
Das Modemuseum inszeniert höfische Damen- und Herrenmode um 1750. Aber auch späterer Modeschöpfer wie Poiret, Lanvin, Chanel, Dior, Courrèges, Paco Rabanne, Mary Quant, Miyake oder Yamamoto. Das Keramikmuseum zeigt Ludwigsburger Porzellan und moderne Künstlerkeramik. In der Barockgalerie hängen barocke Gemälde.

Zum Residenzschloss Ludwigsburg gelangt man einfach mit Bus und Bahn.

Zugig, aber prächtig. Die kalten Winter im Schloss.
Da die riesigen Räume schlecht zu heizen waren, wurden zusätzliche Fenster wurden vor die Sprossenfenster gehängt, Teppiche ausgelegt und im Winter die Seidentapeten durch Wolltapeten ersetzt. Die Herrschaften hüllten sich in wattierte Unterröcke und Morgenmäntel, Handschuhe und Mützen und tranken heißen Kaffee oder Schokolade.

Zum Residenzschloss Ludwigsburg gelangt man einfach mit Bus und Bahn.

Riesen-Theatermaschine
Der sekundenschnelle Wechsel des Bühnenbildes bei offenem Vorhang war der neueste Schrei, ermöglicht durch eine ausgeklügelte Maschinerie. Wichtig war dabei die zentrale Achse, der „Wellbaum“ unter der Bühne, mit ihr kann ein Mensch das gesamte Bühnenbild bewegen. Rund 140 Original-Kulissen und Dekorationen aus den Jahrzehnten um 1800 herum haben sich erhalten.

Donnerhall selbst gemacht
Wind, Regen und Donner – im Theatermuseum lässt sich an Rekonstruktionen alter Geräuschmaschinen ausprobieren, wie damals dramatische Stimmung erzeugt wurde. Dort sieht man auch ein Modell der Ludwigsburger Bühnenmaschinerie oder Fundstücke wie alte Öllampen von der Bühnenbeleuchtung.

Kind, benimm dich!
Das interaktive Kindermuseum „Kinderreich“ lädt Kinder ein, im Schloss auf Pirsch zu gehen. Hier ist erwünscht, was sonst in Museen verboten ist. Anfassen, Ausprobieren und Mitmachen. Spielerisch erfahren dort große und kleine Besucher, wie sich das Leben am Hof vor 300 Jahren anfühlte. Fehlt das standesgemäße Gewand für einen Antrittsbesuch im Thronsaal? Kein Problem, im Ankleidezimmer gibt es feine Fummel für Prinzessinnen und Prinzen.

Plötzlich eine Einladung an die herzogliche Tafel?

Dafür gibt es einen Crash Kurs für die Benimmregeln der höfischen Etikette. In der Spielecke kann man Brett-, Karten- und Geschicklichkeitsspiele aus der Barockzeit ausprobieren, auf der nachgebauten Bühne des Schlosstheaters spielen und tanzen. Oder im Prunkbett eine Runde chillen.

Auch im Winter regelmäßige Führungen, Konzerte, Aktionen.

Die Museen im Schloss haben auch in den Wintermonaten geöffnet: https://www.schloss-ludwigsburg.de/erlebnis-schloss-garten/angebote-fuer-besucher/


Anreise mit Öffentlichen Verkehrsmitteln: 
Vom S-Bahnhof Ludwigsburg entweder 20 min zu Fuß zum Schloss. Oder mit der Buslinie 425 bis zur Haltestelle „Blühendes Barock“, gleich vorm Schloss: FreizeitOhneAuto.de


...und wenn man schon mal da ist: 

Heilbad Hoheneck Ludwigsburg
Drei Solebecken, Saunen, Mediterraneum, Dampfgrotte, Fußsohlenweg Café mit Freiterrasse. FreizeitOhneAuto.de


Mehr Ausflugstipps, die alle einfach mit Bus & Bahn zu erreichen sind, gibt´s in der neuen Web App www.FreizeitOhneAuto.de

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