S-Bahn Stuttgart
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Weg vom Gleis - oder es kracht!

Die Anlässe, aus denen Kinder oder Erwachsene Gleise und Bahnanlagen betreten, sind vielfältig. Kinder wollen nur spielen, Wasenbesucher auf dem Nachhauseweg vielleicht den Weg abkürzen oder Teenager kurz ein Selfie machen. Doch sie alle haben eines gemeinsam – und zwar die Ahnungslosigkeit im Hinblick auf die Gefahren.

Sätze wie “Ich passe ja auf!“ sind typisch für Personen, die die Gefahren auf die leichte Schulter nehmen. Doch durch das Betreten der Gleise begeben sich immer wieder Menschen unbedacht in Lebensgefahr. Und ganz abgesehen von den Gefahren für Leib und Leben führen solche leichtfertigen Aktionen auch immer zu erheblichen Störungen im Bahnbetrieb. Insbesondere wenn Kinder in der Nähe von Gleisen gesehen werden, wird diese Strecke immer sofort vorsorglich gesperrt. Die damit entstehenden Verspätungen und Zugausfälle, die durch Personen im Gleis verursacht werden, sind erheblich. Es gibt daher viele Gründe, warum es wichtig ist, über die Gefahren aufzuklären.

Kampagne „Weg vom Gleis – oder es kracht“

Die S-Bahn Stuttgart hat im Jahr 2018 gemeinsam mit dem Studiengang Werbung und Marktkommunikation der Hochschule der Medien die Kampagne „Weg vom Gleis – oder es kracht“ entwickelt. Diese Kampagne will auf plakative und eindringliche Weise auf die vielfältigen Gefahrenquellen des Eisenbahnverkehrs aufmerksam machen (Sensibilisierung), Menschen vor Risiken schützen und eine Verhaltensänderung erwirken (Prävention).

„Frühlings- und Volksfest in Bad Cannstatt haben für uns als S-Bahn eine große Bedeutung. Wir wollen das große Festpublikum sicher und zuverlässig hin und zurück bringen“, sagt Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der S-Bahn Stuttgart. „Leider machen sich aber die Festtage auch bei unserer Pünktlichkeit bemerkbar. Wir stellen zunehmend fest, dass die Gefahren des Bahnbetriebs immer leichtsinniger unterschätzt werden. Deshalb: Damit die gute Laune ungetrübt bleibt, gehört zum Feiern und Spaß haben auch das sichere Verhalten auf Bahnanlagen und in unseren Zügen.“

Die Motive der Kampagne finden Sie hier im Anschluss:


“Wenn eine Bahn kommt merke ich das ja.“ ist aus vielen Gründen eine leichtsinnige Aussage. Einer dieser Gründe ist, dass Züge leiser sind, als man oft denkt. Auf das Gehör ist in diesem Fall also kein Verlass!



Eine S-Bahn hat ganz schön viel Masse – und zwar über 105 Tonnen. Streckensperrungen und Verspätungen sind deshalb, beim unbefugten Betreten der Gleise, noch das kleinere Übel. Genauer gesagt: Wer die Gleise betritt, begibt sich in Lebensgefahr! Technische Fahrzeugdaten findest Du hier



Ein Zug kann Hindernissen nicht ausweichen und aus dem Gewicht und der Geschwindigkeit einer S-Bahn resultiert ein entsprechend langer Bremsweg. Bei einer S-Bahn beträgt dieser im Durchschnitt etwa 500 Meter, er kann jedoch je nach Bedingungen auch mal länger als 1000 Meter werden. Bevor die S-Bahn zum Stehen kommt, ist es deshalb oft schon zu spät.



Selbst wenn gerade keine S-Bahn in der Nähe ist, geht von den Gleisen noch eine weitere Gefahr aus: die 15.000 Volt der Oberleitung. Bereits bei einem Abstand von weniger als 1,5 Metern kann es zum tödlichen Spannungsüberschlag kommen. Das gilt auch für abgestellte Züge. Daher gilt: Weg von der Oberleitung!


Unfallprävention im Bahnverkehr

„Wir wollen, dass Du sicher ankommst!“ Mit umfangreichen Kampagnen informiert die Deutsche Bahn seit Jahren über richtiges Verhalten an Bahnanlagen. Dabei werden nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern auch Erwachsene über die Risiken des Fehlverhaltens aufgeklärt. Umfangreiches Informationsmaterial findest Du hier