S-Bahn Stuttgart

Ein Blick in die Vergangenheit

40 Jahre S-Bahn Stuttgart

Alles begann 1978 mit drei Linien von Stuttgart nach Plochingen, Ludwigsburg und Weil der Stadt. Heute bringt die S-Bahn täglich rund 435.000 Menschen umweltfreundlich und sicher an 83 Haltestellen in der Region Stuttgart, an ihr jeweiliges Ziel.

Juli 2019: Ausrüstung aller Fahrzeuge mit kostenlosem WLAN

Wer mit der S-Bahn Stuttgart fährt, kommt jetzt in allen 157 Fahrzeugen in den Genuss, kostenlos im Internet surfen zu können. Die Ausrüstung der Fahrzeuge mit der WLAN-Technik ist abgeschlossen. Stuttgart hat damit als erste der großen Metropolen-S-Bahnen in Deutschland eine komplette WLAN-Flotte.

Der Verband Region Stuttgart und die S-Bahn Stuttgart investieren für die Technik sowie für den Betrieb, der zunächst auf sechs Jahre angelegt ist, gemeinsam fast fünf Millionen Euro. Von den Fahrgästen wird der Service bereits intensiv genutzt. Im Mai 2019, dem bislang stärksten Monat, haben sich über 1,4 Millionen mobile Endgeräte mit dem WLAN in der S-Bahn verbunden. WLAN ist auch in den Triebwagen auf Teck- und Schusterbahn verfügbar.

Die wichtigsten Bauteile, die in und an jedem Fahrzeug montiert wurden, sind:

· Der Box-PC bestehend aus Rechner, Router, Modem und Festplatte, auf der unter anderem das Informationsangebot und die Unterhaltungselemente für die User hinterlegt sind,

· Drei Access-Points mit je einer Innenantenne, die die Signale der Endgeräte der Kunden an den Router übermitteln,

· Zwei Außenantennen unter anderem zur Verbindung mit dem Mobilfunk,

· 24 verschiedene Steckanschlüsse,

· sowie etwa 260 Meter Leitungen für Datenfluss, Stromversorgung und Antennenanschluss.

In der gesamten Fahrzeugflotte der S-Bahn wurden somit für den WLAN-Service über 40 Kilometer Kabel verlegt. In Summe entspricht der über die Hotspots versorgte Raum der Größe von fast vier Fußballfeldern und bietet dazu über 29.000 Sitzplätze.

2018: Pilotprojekt "Leuchtende Bahnsteigkante" erhält deutschen Mobilitätspreis

Mit ihrer ‚Leuchtenden Bahnsteigkante‘ gehört die S-Bahn Stuttgart zu den zehn Preisträgern des Deutschen Mobilitätspreises, der in diesem Jahr zum dritten Mal ausgerufen wurde. Seit März 2018 testet die S-Bahn Stuttgart die leuchtende Bahnsteigkante im Bahnhof Bad Cannstatt. Lichtfaserbeton-Platten bringen Symbole im Bodenbelag zum Leuchten, die den Fahrgästen am Gleis 2 die für sie günstigen Wartepositionen bereits vor Einfahrt des Zuges anzeigen und ihnen so die Orientierung auf dem Bahnsteig erleichtern und damit lange Haltezeiten vermeiden sollen.

Im Testbetrieb soll sich zeigen, in wie weit sich damit die Pünktlichkeit stabilisieren lässt. Denn wie in anderen Metropolen ist auch in Stuttgart die vorhandene Infrastruktur der S-Bahn an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Bei der minimal möglichen Zugfolge von 2,5 Minuten können auf der Stammstrecke nur 24 S-Bahnen pro Stunde und Richtung fahren. Dadurch ist die Zeit für das Ein- und Aussteigen an den Stationen stark begrenzt. Bei der engen Taktung führt aber jede Zeitüberschreitung beim Halt zu Folgeverspätungen, die wiederum weitere S-Bahnen beeinträchtigen.

Die leuchtende Bahnsteigkante wurde als innovative Lösung für genau dieses Problem im Start-up-Förderprogramm der Deutschen Bahn in der „DB mindbox“ in Berlin gemeinsam mit dem Start-up SIUT für die erstmalige Anwendung bei der S-Bahn Stuttgart entwickelt.


Januar 2017: Auf den Pilot folgt das Portal

Seit dem 10.01.2017 bietet das neue Internetportal an Bord der beiden WLAN-S-Bahnen zahlreiche Informationen rund um die S-Bahn Stuttgart und ihren Aufgabenträger Verband Region Stuttgart. Zudem erhalten die Kunden Tipps zu Ausflugszielen und Sehenswürdigkeiten sowie News zu aktuellen Themen aus Politik, Sport und Wirtschaft. „Nach dem erfolgreichen Test des WLAN-Angebots in zwei von unseren Zügen haben wir uns entschlossen, das Angebot zu erweitern“, sagte Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der S-Bahn Stuttgart, bei der Vorstellung des neuen Portals in Plochingen.

WLAN Portal S-Bahn Stuttgart

November 2016: S-Bahn Stuttgart verabschiedet Baureihe 420

Die zwei letzten S-Bahn-Fahrzeuge der Baureihe 420 haben nach 38 Jahren die S-Bahn Stuttgart verlassen. Am 4. November verabschiedeten Dr. Dirk Rothenstein, Sprecher der Geschäftsleitung der S-Bahn Stuttgart, Thomas S. Bopp, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart, und Nicola Schelling, Regionaldirektorin des Verbands Region Stuttgart, gemeinsam die beiden Fahrzeuge offiziell in den Ruhestand.

Verabschiedung BR 420


Juli 2016: S-Bahn Stuttgart - offizieller Mobilitätspartner der Stuttgarter Kickers

Die S-Bahn Stuttgart und der SV Stuttgarter Kickers e.V. gehen gemeinsam in die neue Saison 2016/2017. 

Dr. Dirk Rothenstein, Sprecher der Geschäftsführung der S-Bahn Stuttgart: "Mit der Kooperation möchten wir noch einmal unsere starke Verbundenheit mit der Region, ihren Menschen und dem regional verankerten Sport betonen. Als Mobilitätspartner sorgen wir mit unseren S-Bahnen dafür, dass alle Fans auch aus dem Umland bequem und sicher mit Umstieg in die Stadtbahn zu den Spielen kommen können".

Im Rahmen der Kooperation konnten bereits einige Spalierkinder der S-Bahn Stuttgart den Kickers-Profis um Torwart Lukas Königshofer ganz nah kommen und sich von der imposanten Flutlichtkulisse im GAZI-Stadion auf der Waldau beeindrucken lassen.

Spalierkinder

Dezember 2015: Weitere Verkehrsverbesserungen

Ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember gibt es weitere Taktverbesserungen und längere Züge:

  • Auf allen Linien letzte Abfahrt zwischen 0.30 Uhr und 1.00 Uhr. 
  • S1: Drei zusätzliche S-Bahnen zwischen Böblingen und Herrenberg in der Hauptverkehrszeit (8.14 Uhr ab Böblingen in Richtung Herrenberg und 8.32 Uhr sowie 15.32 Uhr ab Herrenberg in Richtung Stuttgart).  
  • S60: Stufenweiser Einsatz längerer Züge. Zunächst wird ab 12. Oktober die S-Bahn, die Renningen um 7.09 Uhr in Richtung Böblingen verlässt, um einen Wagen auf zwei verlängert (Vollzug). Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember werden dann morgens weitere Vollzüge im Einsatz sein. Dadurch erhält auch die S 6 als Weiterfahrt von Renningen zur Schwabstraße (und in Gegenrichtung) einen weiteren Wagen und ist demnach als Langzug (3 Wagen) unterwegs. 
  • Abfahrt eine Minute früher: Die S-Bahnen in Richtung Stuttgart fahren in Herrenberg, Esslingen-Mettingen und Obertürkheim jeweils eine Minute früher ab. Stadtauswärts werden die Züge der Linien, S4, S5 und S6/S60 die Haltestelle Schwabstraße eine Minute früher verlassen.  
  • Aufstockung des Sonderkontingents für Großveranstaltungen
  • Aufstockung der Flottenkapazität im ersten Quartal 2016 zur Reduzierung der Feinstaubbelastung in Stuttgart
  • WLAN-Pilot-Projekt (2016): In einem 6-monatigen Test werden zwei Fahrzeuge der BR423 mit einem WLAN-System ausgerüstet. Nach Ablauf der Testphase werden die Ergebnisse analysiert und über Folgemaßnahmen zusammen mit dem Verband Region Stuttgart entschieden.
Dezember 2014: Verkehrsverbesserungen

Mehr Fahrten der S-Bahn im 15-Minuten-Takt nachmittags und am Abend, der Einsatz längerer S-Bahn-Züge auf der S1, die Spätanbindung des Flughafens mit der S3 über Vaihingen hinaus sowie zwei zusätzliche Fahrtenpaare auf der Schusterbahn - das sind die Verbesserungen, die die Regionalversammlung am 25.09.2013 mit großer Mehrheit beschlossen hat. Damit beginnt seit Dezember 2014 der 15-Minuten-Takt auf allen S-Bahn-Linien spätestens gegen 15.30 Uhr, 30 Minuten früher als bisher, und endet 30 Minuten später, also etwa um 19.30 Uhr.

2013: Start BR 430 und Verkehrsvertrag

 April 2013 (bis zunächst Juli):Erstmaliger Einsatz der Neufahrzeuge der Baureihe 430 in den Fahrgastbetrieb und damit Deutschlandpremiere.

Juli 2013: Start des neuen Verkehrsvertrages zwischen Verband Region Stuttgart und der DB Regio AG, mit einer Laufzeit bis Juni 2028.

2012: Eine runde Sache

 9. Dezember 2012: Ring frei für ein neues S-Bahn-Zeitalter mit verkürzten Fahrzeiten und mehr Möglichkeiten durch die beiden neuen Querverbindungen von Böblingen nach Renningen (S60) und von Marbach nach Backnang (Verlängerung S4).

S60, Maichingen

Mit der S-Bahn durch die Nacht


9. Dezember 2012: Nacht-S-Bahnen in den Wochenendnächten und Nächten auf Feiertage. Statt der regionalen Nachtbusse bringt nun die S-Bahn Nachtschwärmer schnell und sicher ans Ziel. Seit ihrem Start im Jahr 2000 hatten 1,2 Millionen Fahrgäste die regionalen Nachtbusse genutzt.

2011: Schneller ans Ziel

2011: Ausweitung des 15-Minuten-Takts bis ca. 9 Uhr morgens und nachmittags bis ca. 19:00 Uhr.
Die Regionalversammlung beschließt die Bezuschussung weiterer 4 Fahrzeuge der Baureihe 430.

2010: Auftakt für Tangentialverbindungen

 2010: Teil-Inbetriebnahme der Linie S60 zwischen Böblingen und Maichingen. Damit sind Sindelfingen, die viertgrößte Stadt in der Region Stuttgart und der Ortsteil Maichingen direkt ans S-Bahn-Netz angeschlossen.

Zweites Gleis zwischen Freiberg (Neckar) und Benningen (Neckar).

Dezember 2009: Die S1 wird länger

12. Dezember 2009: Verlängerung der S1. Jetzt geht es umsteigefrei auf der längsten S-Bahn-Strecke (71,5 km) von Herrenberg bis nach Kirchheim unter Teck.

Dezember 2009: Verlängerung der Betriebszeit in den Wochenendnächten: letzte S-Bahn ab Stuttgart gegen 1 Uhr.

April 2009: Neuer Vertrag

 April 2009: DB Regio AG als Betreiberin und Verband Region Stuttgart als Aufgabenträger unterzeichnen den über 700 Seiten starken neuen Verkehrsvertrag. Er regelt ab 1. Juli 2013 bis 30. Juni 2028, alles rund um den Betrieb der S-Bahn. Kerninhalte des S-Bahn-Vertrags: 83 neue S-Bahn-Fahrzeuge der Baureihe 430 und Redesign von 60 Fahrzeugen der Baureihe 423, sowie verbesserte Fahrgastinformation in den Fahrzeugen und mehr Sicherheitspersonal.

2004 - 2007:  Neckarpark und Frühanbindung Flughafen

2004: Ausbau der heutigen Station Neckarpark (Mercedes-Benz) mit einem dritten Gleis und zusätzlichem Bahnsteig.

Sommer 2004 und 2005: Flughafen-Frühanbindung während der Sommerferien.

2007: S3 fährt bis Flughafen/Messe

Haltestelle Neckarpark


2003: Weiter im Takt

2003: Zweigleisiger Ausbau zwischen Renningen und Malmsheim (S6) und Verdichtung des 15-Minuten-Takts (Mo bis Fr) am Nachmittag. Zusammen mit dem Land bezuschusst die Region 27 neue Fahrzeuge der Baureihe 423. Die orangefarbenen S-Bahn Fahrzeuge sind aus dem Alltagsbild der S-Bahn Stuttgart verschwunden.

2000 - 2002: Noch länger im Takt - auch in der Nacht

1. Mai 2000: Einführung der regionalen Nachtbusse „nachtaktiv“ während der Betriebsruhe der S-Bahn in den Wochenendnächten und Nächten auf Feiertage entlang der S-Bahn-Korridore.

2001: Verlängerung des 30-Minuten-Takts bis Betriebsschluss auf den Linien S1, S2, S5 und S6 und Einweihung des Streckenabschnitts Flughafen - Filderstadt (S2)

2002: Einführung des spätabendlichen 30-Minuten-Takts bis Betriebsschluss auf allen Linien.

Nachtbus


1997 - 1999: Takt und Farbe

1997: Verlängerung des 30-Minuten-Takts der S-Bahn auf allen Linien bis 22 Uhr. Die orangefarbenen Fahrzeuge der Baureihe 420 werden sukzessive in "Verkehrsrot" lackiert.

Ab 1999: Sukzessiver Einsatz der neuen Fahrzeuggeneration Baureihe 423 im Fahrgastbetrieb auf der Linie S1.

1996: Verband Region Stuttgart übernimmt Aufgabenträgerschaft

 Seit 1996 ist der Verband Region Stuttgart laut Gesetz als Aufgabenträger für den regional bedeutsamen Schienennahverkehr mit Ziel und Quelle in der Region zuständig. Er „bestellt“ den S-Bahn-Verkehr bei der DB Regio AG, kümmert sich um die Finanzierung und verbessert kontinuierliche das Angebot. Einführung des 15-Minuten-Taktes in der Früh-HVZ (Hauptverkehrszeit).

1989 - 1993:  Der Ausbau geht weiter

1989: Eröffnung des Streckenabschnitts Vaihingen - Oberaichen

1990: Eröffnung des Haltepunkts Böblingen Hulb (S1)

1992: Ausbau der S1 von Böblingen - Herrenberg (S1)

1993: Eröffnung der Strecke Oberaichen - Flughafen (S3) und Einweihung des Haltepunkts Österfeld.

1980 - 1981: Neue Linien

 1980, 1981: Mit der Einführung der S4 von der Schwabstraße über Ludwigsburg bis Marbach, der Verlängerung der S5 von Ludwigsburg bis Bietigheim-Bissingen sowie den neuen Linien S2 von der Schwabstraße nach Schorndorf und S3 Backnang wächst das Streckennetz auf insgesamt 132 km mit 53 Haltestellen.

S4 Eröffnung


1978: Die S-Bahn Stuttgart nimmt Fahrt auf

 1. Oktober 1978: Die S-Bahn Stuttgart als „modernste Form der Schwäbischen Eisenbahn“, so Bundesverkehrsminister Kurt Gscheidle bei der Einweihung, nimmt ihren fahrplanmäßigen Betrieb mit drei Linien auf: S1 Plochingen, S5 Ludwigsburg und S6 Weil der Stadt. Im 65 km langen Grundnetz kommen erstmals Fahrzeuge der Baureihe 420 zum Einsatz.

1978: 3. Ausführungsvertrag über die S-Bahn-Linien nach Böblingen und zum Flughafen sowie die Verlängerung der Tunnelstrecke über die Schwabstraße hinaus.

S1 Eröffnung


1970 - 1975: Grundstein für den Bau der S-Bahnen

 1970: 1. Ausführungsvertrag zwischen Land und Bund für den Bau der Tunnelstrecke zwischen Hauptbahnhof und Schwabstraße. Damit wird das Stuttgarter Zentrum über viele Jahre hinweg zu einer Großbaustelle: Im Untergrund entsteht das Herzstück des zukünftigen Nahverkehrs, der 2,7 km lange Tunnel mit 4 Haltestellen und der Wendeschleife an der Schwabstraße.

1975: 2. Ausführungsvertrag für den 4-gleisigen Ausbau zwischen Ludwigsburg und Bietigheim sowie zwischen Bad Cannstatt und Waiblingen.

Lautenschlager Straße 1976


1931 - 1968:  Die Wurzeln der S-Bahn Stuttgart

1931: Der mehrgleisige Ausbau der Strecken ab Hauptbahnhof Stuttgart und deren Elektrifizierung beginnen. Mit Triebwagen der Baureihe 465 wird der sogenannte Vorortverkehr auf der Strecke Esslingen – Hauptbahnhof – Ludwigsburg bis zum 30. September 1978 teilweise schon im 20-Minutentakt angeboten.

1968: Land und Bahn schließen das 1. Rahmenabkommen über die Verbesserung der Bedienung des Personennahverkehrs im Mittleren Neckarraum. Es folgen Verträge zwischen der Bahn, Land, Landeshauptstadt und den angrenzenden Landkreisen.